Transmutation – Kernaussagen Sylvia Kotting-Uhl MdB

Sylvia-Transmutation

    • Partitionierung und Transmutation bedeutet in der Anwendung aufgrund der dazu benötigten Anlagen (Wiederaufarbeitungsanlage, Brüter, usw.) den Wiedereinstieg in die Atomkraft. Von diesen Technologien hat sich Deutschland aus gutem Grund sogar schon vor dem parteiübergreifenden Atomausstieg von 2011 verabschiedet.
    • Vor der Partitionierung erfolgt die Abtrennung des Urans, das mehr als 70% des Brennstabs ausmacht, in einer WAA. Bei der relevanten Verringerung des Atommülls, die einer der Vorteile von P+T sein soll, wird das Uran vergessen. Es muss erneut zur Erzeugung von Atomstrom genutzt werden, damit die Menge des Atommülls überhaupt auffällig verringert werden kann.
    • Nicht aller Atommüll kann transmutiert werden. Auch wenn bei einem Teil die Verkürzung der Halbwertszeit gelingt, brauchen wir für den Rest ein Endlager für eine Million Jahre.
    • Transmutationsforschung macht nur wirklich Sinn im Zusammenhang mit der Forschung an der vierten Generation von Reaktoren. Soll der deutsche Atomausstieg Bestand haben, ist die Erforschung der Transmutation für Deutschland eine Sackgasse. Auch Forschungsgelder sind eine begrenzte Ressource. Öffentliches Geld für Energieforschung ist in der Endlagerforschung und den noch fehlenden Bausteinen der Energiewende besser aufgehoben.
    • Auch international sollte Deutschland mit seiner öffentlich bezahlten Forschung nicht zur weiteren Nutzung der risikoreichen Atomkraft beitragen.