Exkursion Rückbau 2019

Photo: EnBW – Rückbau Block 1 KKP

Warum sind so viele Genehmigungsschritte beim Rückbau eingeplant? Lohnt sich aus rein wirtschaftlicher Sicht der Betrieb eines AKWs, wenn auch die Kosten mit eingerechnet werden, die die Bevölkerung zu tragen haben? Gibt es Geschäftsgeheimnisse beim Rückbau? Diese und zahlreiche andere Punkte wurden bei unserer Rückbau-Exkursion zum AKW Philippsburg in lebhafter Runde erörtert. Viele Fragen wurden von Jörg Michels, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der EnBW Kernkraft GmbH beantwortet, weitere wurden bei den Folgeveranstaltungen der Atomtage aufgegriffen. Deutlich wurde, dass mit Rückbau und Endlagersuche noch langwierige und kostenintensive Herkules-Aufgaben vor uns liegen – und das Risiko bleibt.

=> Hier die vor Ort gezeigte Folienpräsentation.

Rückbau – was bleibt?

Exkursion zum AKW Philippsburg – Schwerpunkt: Rückbau 
am Freitag, den 11. Oktober 2019 (13:00 –  ca. 17:00 Uhr)

Seit 2017 laufen Demontage-Arbeiten am Siedewasserreaktor / Block 1 des AKW Philippsburg. Allein für den Rückbau im Rahmen des Atomrechts sind 10 – 15 Jahre eingeplant.

Für den Druckwasserreaktor / Block 2 hat die EnBW im Juli 2016 die Genehmigung für Stilllegung und Abbau beantragt. Im Atomgesetz ist vorgesehen, dass mit Block 2 noch maximal bis Ende 2019 Strom produziert werden darf. Spätestens dann geht die Anlage vom Netz.

Wie sieht die Rückbau-Strategie aus?  Mit welchen Herausforderungen und Risiken ist zu rechnen? Wohin kommt welcher Atommüll?  Welche Rückbau-Infrastruktur ist erforderlich? Wie geht es nach der Entlassung der Anlagen aus dem Atomrecht weiter? Was passiert mit den Gebäuden und dem Gelände auf der Rheinschanzinsel?

Diese und weitere Fragen wollen wir vor Ort mit Jörg Michels, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der EnBW Kernkraft GmbH und weiteren Vertreter*innen der EnBW erörtern und diskutieren.

  • Begrüßung und Einführung
  • Übersicht über den Standort und den Rückbau der Gebäude
  • Zeit für offene Fragen und Abschluss-Diskussion

Ca. 15:30 Uhr  Rückfahrt nach Karlsruhe

Wegen der derzeit laufenden, abschließenden Inbetriebnahme-Tätigkeiten im Reststoffbearbeitungszentrum (RBZ) kann leider kein Rundgang stattfinden. Stattdessen findet auf einer erhöht gelegenen Terrasse, die einen guten Überblick über den Standort bietet, eine Erläuterung der verschiedenen Vorhaben am Standort statt.

Wir bieten einen kostenlosen Bus-Shuttle-Service für alle Exkursions-TeilnehmerInnen ab Karlsruhe an. Abfahrt: Punkt 13:00 Uhr